17 April 2011

Von Proben erschlagen

Es ist Jahre her, dass ich eine Frauenzeitschrift in den Händen gehalten habe. Als ich 17 wurde, stieg ich irgendwie auf die Lektüre von Wirtschaftspresse wie der Wirtschaftswoche um und verlor die ganzen Hochglanzmagazine aus den Augen. Vor einiger Zeit gewann ich Glückspilz jedoch ein Abo der Zeitschrift Glamour & bekomme sie regelmäßig geliefert. Allerdings bin ich leicht schockiert, wenn ich mir in Erinnerung rufe, wie solche Magazine früher waren & wie sie jetzt geworden sind.

Erster Punkt: Werbung. Werbung ist überall.
Seitenlange Anzeigen - dann wird der Artikeltext mit irgendwelchen Anzeigenfotos unterbrochen und man muss erst einmal suchen, wo man weiterlesen kann; teilweise muss man ein paar Seiten lang blättern bis man überhaupt zu der ersten Magazinseite kommt... Ich weiß nicht, aber ich fühle mich leicht überrumpelt (und werde neidisch, wenn ich daran denke, wie viel Geld Glamour mit der Werbung verdient).
An sich ist die Zeitschrift richtig schwer und dick (im Vergleich zu dem Leichtgewicht Spiegel) und das Traurige ist ja, dass das Meiste nur Werbung ist. Der Inhalt ist auf das Minimalste reduziert worden. Würde man die Werbung weglassen, käme wahrscheinlich nur eine Magazindicke von einem Din A4-Heft heraus. Und da gibt man 2,20€ für größtenteils Hochglanzanzeigen aus?
Aber nun ja, vermutlich bin ich einfach nicht die richtige Zielgruppe.

Zweiter Punkt: Proben. Ich bin von Proben förmlich erschlagen.
Und das Wundervolle ist - mit den meisten kann ich nada anfangen & sie landen im Müll. Dieser Gutschein ist einer der wenigen, die mir gefallen haben: Man bekommt eine Probe von Chanel bei Douglas.

Ansonsten gibt's viele Parfümproben, was an sich gut ist - da kann man schnuppern & eventuell einen schönen Duft für sich entdecken. Aber mit Proben von Shampoo und Gesichtscremes kann ich gar nichts anfangen. Meine Haare sind eh zickig und vertragen nur ein einziges Shampoo, und mit meiner Gesichtshaut experementiere ich nicht.

Ich weiß nicht, was ich eigentlich von einem Frauenmagazin erwarte, aber das Ganze kommt mir wie eine Mogelpackung vor. Zu viel Werbung, zu wenig Inhalt... Wobei dieser Trend bei fast allen Magazinen - egal welche Sparte - zu beobachten ist. Natürlich kann ich verstehen, dass sich ein Magazin finanzieren muss und das nur durch Verkaufserlöse & Werbeeinnahmen geht. Aber muss das Niveau darunter leiden? Bei manchen Magazinen bezahle ich echt nur für ein paar Seiten aufgedruckte Werbung.

Was ist euere Meinung dazu?

4 comments:

  1. Ich lese solche Zeitschriften nur im Flieger oder im Wartezimmer, mir sind sie einfach zu teuer, wenig Info, zuviel Werbung etc.

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  2. Zähl doch mal wieviel Seiten Werbung zu wieviel Seiten Text es im Endeffekt sind :D

    Ich bin kein regemäßiger Leser solcher Magazine, ab und an kauf ich mir mal eines aber auf das Jahr gesehen passiert das höchstens 4 mal. Reicht auch vollkommen.

    Ab und an erfreu ich mich der Pröbchen aber das ist irre selten. Ich habe mir daraufhin noch nie etwas gekauft außer der Spülung die ich heute noch nutze.

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  3. habe auch ein ABO gewonnen,beim kolibrishop ;) freue mich jedoch immer über die Pröbchen :)

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  4. Ich finde Proben toll, nur nicht die ganzen Seiten voll Werbung... vor allem bis man mal bei Inhaltsverzeichnis angekommen ist! Das ist wirklich zuu viel!
    Deshalb les ich nur die Joy regelmäßig, da ist noch mehr zum Lesen als Werbung.

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