31 December 2011

Wie ich von Blogs in meinem Verhalten beeinflußt werde.

Die Lektüre eines sehr interessanten Buches und Gespräche mit meinem Freund haben mich beinahe dazu  veranlasst, diesen Blog zu löschen. Auslöser war eigentlich eine simple Frage von meinem Liebsten "Wie hat dich dein Blog verändert?" und nach einigem Überlegen war ich über mich selbst erschrocken.

Ich schreibe nun seit mehr als zwei Jahren, 2011 habe ich mich wirklich intensiv um Blogeinträge bemüht. Es ist zu einem richtigen Hobby geworden; Produktbilder zu machen und zu bearbeiten macht  Spaß, genauso wie das Ausprobieren des Produktes und das anschließende Tippen seiner Meinung. Ja, es macht mich glücklich, mich mit meinen Lesern auszutauschen, auf Kommentare zu antworten und auch andere Blogs zu  lesen.

Aber leider hat das Ganze einen sehr negativen Beigeschmack. Denn  das Schreiben  eines Blogs und das gleichzeitige Lesen anderer Blogs hat mich sehr verändert. Aber der Reihe nach.

Früher habe ich mir ein Deo gekauft und es so lange genutzt, bis es aufgebraucht war. Erst dann habe ich mir ein neues gekauft und dieses dann auch bis zu dem letzten Sprühnebel benutzt. Heute habe ich 5 Deos rumstehen - alle schon mal kurz im Einsatz gewesen. Das Gleiche gilt für Gesichtcremes,  Lipgloss und Parfum - ich habe von  allem zu viel. Es stapelt sich in Regalen und Kisten, teilweise habe ich nicht genug Platz, um das alles unterzubringen. Es drängt sich daher die Frage auf:
Wieso kaufe ich so viel,  obwohl mir ein einziges Deo oder Lipgloss theoretisch reicht?
Ich bin kein Mensch, dessen Haut übermäßig Pflege braucht; ich bin  kein Mensch, der sich schminkt - aufwendige Makeups gibt es höchstens zu Silvester und Feiern. Für meine tägliche Routine brauche ich nur Concealer, Wimperntusche und Kajal. Sonst nichts. Und  wenn mein Freund dezent fragt  "Baby, wieso hast du so viel Zeug? Du benutzst das Meiste noch nicht einmal.", dann realisiere ich, dass etwas an meinem Kaufverhalten nicht stimmt.

Das Lesen anderer Blogs hat sehr dazu beigetragen, meine Meinung und mein Kaufverhalten zu beeinflußen. Wenn ein Produkt ein schlechtes Fazit bekommt, lasse ich die Finger davon - aber wehe, wenn das Fazit sensationell gut ausfällt! Auch wenn ich eigentlich bereits eine gute Gesichtscreme habe, überlege ich mir den Kauf einer anderen, da diese gute Kritiken bekommt; richtig schwach werde ich, wenn das Produkt ein gutes Design hat und schön duftet. Dann kann ich nicht widerstehen. Ich werde regelrecht angefixt - und ich werte dieses Wort als nicht positiv. Anfixen kommt aus der Drogenszene; einmal damit angefangen, sich etwas zu spritzen, kommt ein  gutes Gefühl auf und man kann nicht damit aufhören. So ist es mit Kosmetik - jemand präsentiert ein Produkt derart geschickt, dass man es kauft und dadurch das tolle Gefühl erhält, etwas gekauft zu haben, dass die Haut so toll  pflegt  oder Lippen unwiderstehlich macht. Aber im Grunde ist das absoluter Schwachsinn - das rationale Denken beim Kauf wird außer Kraft gesetzt; die Frage ob man es wirklich braucht, wird irrelevant. Geschickte Werbung - die früher durch Hochglanzfotos in den Magazinen oder TV-Spots erreicht wurde - findet heute auf den Blogs statt.

Ein interessanter Punkt dabei: Wie häufig bringen Kosmetikhersteller neue Produkte auf den Markt? Die Läden  werden in regelmäßigen Abständen mit LEs geflutet; es gibt eine Frühlingskollektion, eine passende zum  Frühling "erwachendes Blumenmeer"-Kollektion; dann starten wir in den Sommer, man sieht eine Bronzer-Kollektion für den perfekten sonnengebräunten Teint, dann wiederum leichtes Makeup passend für den Urlaub. Ganz krass dabei ist natürlich M.A.C. Wie viele LEs bringen sie durchschnittlich pro Jahr auf den Markt? Definitiv zu  viele. Und durch das Wörtchen LE heizen sie unser haben-wollen Gefühl noch weiter auf:  Es ist ja  in limitierter Stückzahl erhältlich! Kauf so schnell du kannst!

Mir drängt sich die Frage auf: Wie schnell muss man seine Kosmetik verbrauchen, wenn uns Hersteller in  so kurzen Abständen mit neuen Leckerlis locken und uns somit zu verstehen geben, dass wir eigentlich schon wieder etwas Neues brauchen? Die Antwort: Man kann  es gar nicht  so schnell aufbrauchen. Wir, die Konsumgöttinen der Gegenwart, haben den Wert eines einzelnen Produktes längst aus den Augen verloren; wir kaufen nicht mehr, weil wir etwas brauchen, sondern  wir kaufen, weil  wir es wollen.

Und dann sehe ich mich selbst vor 2 Jahren: Ein unsicheres Mädchen, das vor dieser Reizüberflutung steht. Geld ist leider nicht viel vorhanden, aber dieses Gefühl des Haben-wollens frisst sich in mich wie ein Monster. Ich  gebe also Geld, von dem ich eigentlich viel zu wenig habe, für das neue, toll duftende Duschgel, obwohl schon 10 von der Sorte im Bad stehen. Ich bin glücklich, weil der Duft ja ach so neu ist und wirklich etwas Außergewöhnliches  und hey, ich kann es ja hübsch abfotographieren und die Euphorie weiter auf meinem Blog verbreiten! Das Ganze klingt im ersten Moment sehr krass, aber in Wahrheit ist es ein schleichender Prozess, den wir gar nicht richtig mitbekommen. Weil wir uns schon  in unserem alltäglichen Leben - fernab von Kosmetik und Pflege - daran gewöhnen, dass Produkte nur eine kurze Halbwertszeit haben und obwohl ich das neue iPhone 4s habe, schon mal jetzt für das neue iPhone 5 sparen sollte, das in ein paar Monaten kommt. Die Hersteller versprechen uns mit jedem Produkt, das es besser, schneller, effektiver und glücklicher macht als sein Vorgänger.

Werbung hat also die Dimension der Blogger erobert. Und es hat einen nicht gerade selbstsicheren Menschen wie mich mit reingezogen. Ich sitze inmitten von Produkten, die eine neue Küche finanzieren könnten und die ich niemals aufbrauchen kann; ich sehe auf meinen  bescheidenen Kontostand und ahne, dass dort mehr Geld liegen könnte, wenn  ich mich zusammengerissen hätte. Ich schäme mich  fast, dass ich so lange  nicht mitgedacht habe.

15 comments:

  1. Hatte vor einigen Monaten ebenso diese Erleuchtung. Habe seitdem stark aufgehört alles kaufen zu wollen, was andere gut finden. Zwar kaufe ich noch mehr als genug, aber mehr als die Hälfte (!) weniger als vorher. Leider fange ich gerade jetzt an, dafür mehr in Klamotten zu stecken als in Kosmetik >.< Mal sehen, ob ich es schaffe einfach mal zu sparen und das eine oder andere schöne Teil hängen lasse..
    lg Leslie

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  2. Da muss ich dir recht geben. Bei mir häufen sich auch langsam die Sachen an, die ich gar nicht brauche, aber mit denen ich angefixt wurde.
    Es nimmt langsam überhand.
    Blogger bekommen von Firmen Produkte zugeschickt, es wird Werbung gemacht, es wird gekauft :/

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  3. das klingt schon echt krass. aber ich finde, dass du recht hast. bei mir ist es nicht anders, auch wenn es bei mir in eine andere richtung geht. mit duschgels und deos kann man mich nicht wirklich locken.
    allerdings sieht das mit dekorativer kosmetik schon ganz anders aus. und wenn ich mir da bewusst mache, wieviel ich jetzt schon habe (nach dem ich mich jetzt gerade mal seit einem jahr für kosmetik interessiere!), dann werde ich manchmal auch sprachlos. aber dann mache ich mir bewusst, was es für mich bedeutet: ja, es ist zu einem hobby geworden. ich setze mich nahezu jeden tag (wenn zeit ist) hin und benutze die kosmetik - auch wenn es viele sachen gibt, die nur sehr sehr selten zum zuge kommen. einfach weil es mir spaß macht. und dann denke ich mir, dass ich mir diesen luxus gönnen kann und auch möchte - ich gehe arbeiten und möchte mir auch meinen täglichen spaß gönnen.

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  4. @MuhSchu: Das mit Duschgel und Deo war nur ein Beispielt. Vom Wert meiner Kosmetik kann man wahrscheinlich einen afrikanischen Staat ein Jahr lang ernähren...
    Bei dir ist die Situation ein bisschen anders: Du verdienst dein eigenes Geld und natürlich gönnst du dir Luxus; ich bin Studentin und sollte mein Geld eigentlich nicht für Luxus ausgeben, da ich nicht so viel davon habe und nur wenig verdien ;/

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  5. Ich denke auch das man gerade als blogger sehr dazu verleitet wird mehr zu kaufen als man brauch. Es macht spaß ueber was zu schreiben und man will ja auch auf dem blog was bieten, weswegen ich auch immer hin und her ueberlegte ob ich ihn löschen soll oder nich. Inzwischen bin ich so weit, das ich einfach nach 2 mitbloggern suche. Zu 3 ist es einfacher.
    Inzwischen bin ich aus der phase raus das ich ZU viel kaufe. Viele LEs lasse ich aus und wenn einem leser das nicht passt, soll ers sein lassen. Immerhin ist es ja mein geld. Ich habe so viel zeug wie fuer 2 leben... Wenn man nich gerade in geld schwimmt, oder kein gefuehl fuer geld hat Oder nich gerade das glueck hat und viel sponsoring genießt ist meiner meiner meinung nach ein blog gut zu fuehren fast nicht möglich. Mein fazit von 2011: ich lebte zu verschwenderisch. Mein kaufverhalten wird kuerzer treten muessen und wenn ich nich bald wen finde zum mitbloggen, wird der blog lahmgelegt..

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  6. Welch wahre Worte...

    Und das Wort "anfixen" mochte ich noch nie in der Bloggerszene und verwende es auch nicht...

    Liebe Grüße und komm gut ins neue Jahr :)

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  7. oh ja... wie wahr!!!

    ich hab auch gemerkt, dass ich, seit dem ich diverse blogs lesen, youtube videos schauen und selber blogge mehr kosmetik gekauft habe... vor allem schminksachen... ich hab mir aber auch jetzt fürs neue jahr vorgenommen erstmal NIX zu kaufen, halt nur das, was ich brauche... und das dürfte erstmal nix kein.
    keine nagellacke, keine lidschatten, etc.
    wenn ich was geschenkt bekomme bzw. gewinne oder so, dann gerne, aber geld ausgeben möchte ich dafür nicht!

    LG und danke für die wahren worte!

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  8. du hast so recht... seit ich blogge kaufe ich so viel Kosmetik, die ich vorher gar nicht brauchte. Aber ich muss sagen, dass es für mich ein richtiges Hobby geworden ist und mir Spaß macht. Ich kaufe aber schon immer nur das, was mir auch wirklich gefällt, aber trotzdem mehr, als ich jemals aufbrauchen kann. Darum will ich versuchen mehr darauf zu achten und zu überlegen, ob ich das Produkt nicht vielleicht schon ganz ähnlich habe oder es tatsächlich benutzen werde. Ich werde aber sicher nicht aufhören, weil es ein schönes Hobby ist und ich mein Geld verdiene und es dafür gern ausgebe :)

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  9. Guter Text und es liest sich wirklich ziemlich "krass". In meinen Augen gebe ich auch viel zu viel Geld für Kosmetik aus - Geld, das ich nicht unbedingt übrig habe, ich bin auch nur Schülerin. Aber es ist nicht so, dass ich mich mit Dingen anfixen lasse, die mir eigentlich gar nicht gefallen, bzw. die ich gar nicht benutzen würde. Klar kaufe ich auch manchmal was, was ich dann gar nicht verwende, aber nicht, weil ich woanders davon gelesen hatte.. Für mich ist es einfach auch ein Hobby, ich habe Spaß an meiner Sammlung und benutze die meisten Sachen auch wirklich gern! Natürlich wird es immer schwieriger, allen Produkten gerecht zu werden - je mehr man hat, desto seltener benutzt man ein Produkt regelmäßig.. Vom Aufbrauchen ganz zu schweigen. Für pflegende Kosmetik habe ich bis auf Weiteres Kaufverbot, ich muss erstmal ´ne Menge leermachen, was ich aber auch schaffen werde. Bei der Deko wird´s da schon schwieriger und manchmal denke ich auch "Um Gottes Willen, was hast du nur alles angehäuft?" aber ich kaufe es nicht wegen dem Blog. Klar kriegt man durchs Bloglesen und schreiben mehr mit, gerade von LEs, aber ich würde auch ohne Blog noch zu viel kaufen. Mmh, ist ein sehr schwieriges Thema!!
    Ich wünsche dir alles Gute für´s neue Jahr!
    Liebe Grüße

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  10. Ein bisschen Kritik.. :O

    Findest Du es nicht inkonsequent vor wenigen Tagen darüber zu schimpfen das das bloggen und Blog lesen einem zu einem völlig falschen Kaufverhalten treibt, Du es aber weiterhin unterstützt?

    Ich bin nur durch diesen Artikel auf Deinen Blog gestoßen, umso befremdlicher wirkt es dann wenn die nächsten Blogeinträge schon wieder Produktbewerbungen sind.

    Mich lässt dieser Konsumwahn kalt, ich bin aus diesem Ich-muss-das-jetzt-unbedingt-haben-Ding mittlerweile seit einigen Jahren herausgewachsen. Ich habe auch kaum bis gar kein Interesse an neuen Pomaden und Töpfchen, ich habe meine Produkte gefunden und bleibe dabei.
    Ich entziehe mich auch diesem ganzen Werbe-Gebashe irgendwelcher Privatleute, mittlerweile kritisiere ich es sogar, da viele ihre Stimme und freie Meinung für ein Produkt verkaufen/ verschenken. Und vor allem junge Mädels reihenweise darauf reinfallen.

    Ich weiß nicht, vielleicht ist es etwas vermessen von mir Kosmetik als ein Hobby zu belächeln, aber ja.. ich muss einfach schmunzeln wenn jemand sagt sich Creme in die Poren zu schmieren sei ein Hobby. Mir fehlt offensichtlich das Verständnis dafür, weil ich von einem Hobby ein wenig mehr erwarte ;) Vielmehr sehe ich darin eine Erklärung dafür, sich dem unsinnigen Konsum weiterhin ohne schlechtes Gewissen zu beugen und für dessen Unsinnigkeit eine Ausrede zu haben.

    Mit der Reife kommt die Einsicht. Irgendwann ist man einfach weit genug um zu realisieren, das sein gerade erworbenes iPhone4 nicht 5 Monate später gegen eine schwach aktualisierte nächste Generation ausgetauscht werden muss, weil es Verschwendung ist. Man will Freude an Produkten haben, die Freude geht verloren wenn man nur noch aus dem Gefühl heraus kauft etwas haben zu MÜSSEN. Klar befriedigt es, aber eben nur kurz. Man hat ja dann keine Innovation mehr in der Tasche sondern rein eine leicht veränderte Kopie. Das ist nach fünf Minuten langweilig.

    Liebe Grüße

    Alexis

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  11. @Alexis: Du hast leider nicht genau genug gelesen - ich habe das Deo lediglich vorgestellt, es aber nicht gekauft. Mein Kaufverbot bezieht sich auch nur auf Kosmetik- und Pflegeprodukte.

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  12. Nein, ich hab schon verstanden das Du das Deo nicht gekauft hast :)

    Aber vielleicht habe ich Deinen Artikel falsch verstanden. Ich dachte Du kritisierst eben auch dieses offensive Bewerben von Produkten, die ja für Dich und viele andere immer wieder den Anstoß geben ein weiteres neues Produkt zu kaufen, welches aber in anderer Verpackung und mit leicht anderem Duft schon dreimal zu Hause ungebraucht herumliegt. Unter dem Aspekt wäre es eben etwas inkonsequent jetzt weiter zu werben, auch wenn Du nicht kaufst. Dann entziehst Du zwar Deine Kaufkraft, rührst aber ansonsten weiter mit und unterstützt irgendwie das, was Du als unsinnig empfindest :)
    Ich hab es aus dem Artikel einfach anders verstanden und dachte Du hast vor andere Konsequenzen zu ziehen, deswegen war ich etwas irritiert :D

    LG Alexis

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  13. @Alexis: Ich habe in erster Linie mich selbst kritisiert... Jeder Blogger hat das Recht dazu, seinen Blog so auszurichten wie er/sie möchte und so viel Werbung zu machen, wie es demjenigen gefällt. Mein Punkt war, dass ich mich zu sehr davon habe beeinflußen lassen - das Problem lag also zu 100% bei mir. Werbung wandelt sich mit der Zeit und ist nun mal jetzt massiv auf Blogs vertreten - ich habe aber nicht das Recht, jemanden dafür zu kritisieren, denn das ist nun mal der Lauf der Zeit. Ich kann höchstens Selbstkritik betreiben und sagen, dass es meiner Entwicklung nicht gut getan hat, vor so viel Reizüberflutung zu stehen - aber es ist nicht das Problem derjenigen, die massiv und aggressiv werben, sondern meine Charakterschwäche.
    Der zweite Punkt: Mein Blog ist ein Kosmetikblog. Daran wird sich nichts ändern. Mir macht das Ganze immer noch Spaß, nur versuche ich mich bez. meines Kaufverhaltens am Riemen zu reißen. Ich möchte niemals eine Vorbildfunktion innehaben und einen Kreuzzug gegen die Werbetrommel auf Blogs starten! Wer bin ich, dass ich mir dieses Recht herausnehme? Ich kann höchstens von mir selbst verlangen, mich damit kritischer auseinanderzusetzen. Jeder Blogleser hat Spaß am Neuen, muss aber sich selbst entscheiden, wie er sein Kaufverhalten ausrichtet. Ich möchte deshalb keine richtungsweisende Instanz o.Ä. sein, weil ich finde, ich habe nicht dazu kein Recht.

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  14. Wow... dein Text hat mich jetzt echt umgehauen. Er hätte von mir sein können.
    Vor allem was MakeUp angeht: seitdem ich Beauty-Blogs und -videos verfolge, bin ich in einen regelrechten Kaufrausch verfallen.
    Vorher hatte ich eine Foundation, ein Puder, zwei oder drei Lidschatten und eine Mascara. Und jetzt?
    Was ich in den letzten paar Monaten an MakeUp ausgegeben habe, davon hätte ich einen Traumurlaub machen können - und das ist nicht übertrieben.
    Und bei den meisten Sachen habe ich schon nach kurzer Zeit gemerkt, dass sie mir doch nicht so gefallen und nun gammeln sie vor sich hin, bis sie irgendwann im Müll landen.

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  15. Natürlich bist du jetzt prädestiniert im Umgang mit solch einen Verhalten, aber an sich ist es nicht verwerflich... Auch die Erkenntnis das Werbung es nun mal zum Ziel hat was verkaufen zu wollen, find ich jetzt nicht so atmenberaubend.Das gab es auch alles schon, bevor es das Internet gab. Was jedoch traurig ist, ist dass du dir nicht mehr deine eigenen Wünsche(wie die Küche) erfüllen kannst. Ich hab ein ähnliches Problem vor knapp einem halben jahr gehabt. Ich konsumiere nämlich nur Blogs,habe keinen eigenen und bin auch ganz schön anfällig für glitzernde, neue Prdoukte(gewesen...). Ich hab damals auf etlichen Blogs mir die tests immer durchgelesen und auch gekauft...Leider fiel das in die Zeit in der ich mit meinem Freund zusammengezogen bin und wir hatten damals auch vor uns ne neue Küche zu kaufen.Dabei war ich vor allem zuständig fürn Herd und den Kühlschrank. Wir hatten uns was super tolles ausgeguckt,leider fehlte mir aber dann das Geld. Letztlich mussten wir dann einen Herd von einem günstigeren Anbieter kaufen, was nicht nur mir sondern auch unserer Beziehung ganz schön geschadet hatte, weil sich mein Freund halt darauf verlassen hat, seitdem bin ich wesentlich vorsichtiger geworden. Ich stimm dir also zu, dass man gar ncih so viel brauch,wie man sich immer einredet, aber wahrscheinlich brauch man auch erstmal ein einschneidendes Erlebnis. Und jetzt hast du dieses und vielleicht ändert sich das ja jetzt auch, hoffentlich nicht zu Ungunsten deines Blogs,den les ich nämlich immer gern. Liebe Grüße Kerstin und Kopf hoch

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