27 June 2012

Fuck my life deluxe.

Vielleicht habt ihr es schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt, da ich meinen Blog in letzter Zeit sehr vernachlässige - vielleicht hat es auch keiner gemerkt :P Aber Fakt ist: Mir geht es gar nicht gut. Und heute Abend habe ich realisiert, dass ich mit keiner Person in meiner Umgebung darüber reden will, sondern dem Internet mein Herz ausschütten möchte.
Ich fühle mich seit Wochen einem Nervenzusammenbruch nahe. Die Uni raubt mir jegliche Kraft und die letzten Nerven... Hausarbeiten, Klausurvorbereitungen, Referate, noch mehr Hausarbeiten und zwischendurch immer der nagende Zweifel, ob die Hausarbeit oder das Referat überhaupt gut genug gewesen ist wtf. Ich hatte noch nie zuvor in meinem Leben so viel Stress in so kurzer Zeit. Ich kann kaum abschalten, meine Launen ähneln einer tickenden Atombombe, ich kann noch nicht einmal mehr richtig essen - ständig schwirren mir im Kopf die nächsten Verpflichtungen herum und ich möchte meinen Schädel am liebsten in die Kloschüssel stecken.
Ich weine sehr oft. Ohne Grund. Manchmal vielleicht aus Verzweiflung, sehr oft vor Überforderung. Ich muss ja nebenbei auch noch Geld verdienen, vor allem sehr stark sparen, da ich in den Urlaub fliegen möchte... Das, was mich immer am meisten beruhigt hat - nämlich einkaufen -, fällt somit kategorisch weg. Trost und Verständnis bei der Familie bekomme ich erst recht nicht. Ihre Hoheit von Mutter ist nie mit mir zufrieden und erwartet Höchstleistungen. Am schlimmsten ist es, dass sie noch nicht einmal Mitleid gezeigt hat, als ich nicht mehr aufhören konnte zu weinen... In solchen Momenten vermisse ich meinen Vater so sehr, dass sich etwas in meiner Brust zusammenzieht - er hat mich getröstet, mir so viel Liebe geschenkt, musste aber viel zu früh von uns gehen.

Natürlich ist nicht alles scheiße, ich habe wunderbare Freunde - eine von ihnen hat mir sogar gestern unheimlich viel Arbeit abgenommen und eine Power Point Presentation für mich gemacht... Wäre ich nicht müde vom heulen, würde ich vor Dankbarkeit ein paar Tränchen verdrücken. Mein Freund ist auch klasse, alleine ihn kurz am Tag zu sehen oder eine SMS von ihm zu bekommen macht das Leben nicht ganz so sinnlos wie es eigentlich ist. Und während ich diese Zeilen tippe, merke ich, dass ich unheimlich dankbar sein und das Rumjammern vielleicht anderen überlassen sollte.
Es ist aber schwer, sich in so einem Tief zusammenzureißen. Ich merke, wie mein Körper nicht mehr will oder vielleicht auch nicht mehr kann, ich bin erschöpft und habe dauernd schlimme Kopfschmerzen.Gestern haben meine Knie so sehr gezittert, dass ich mich mitten im Badezimmer auf den Boden gesetzt habe, weil ich Angst hatte, meine Beine würden unter mir zusammenbrechen. Und selbst nachts kann ich nicht in Ruhe schlafen, ständig werde ich von Albträumen heimgesucht... Und wenn ich am nächsten Morgen aufwache, ist mir nur noch schlecht von dem Müll, den ich geträumt hatte.

Ich werde morgen ein paar Vorlesungen schwänzen und einfach am Fluss spazieren gehen. Mich in die Sonne legen und dem Rascheln der Blätter im Wind zuhören... Und hoffen, dass ich endlich im Lotto gewinne, damit ich mir nen Doktortitel in Russland kaufen kann - dann hätte die Drecksuni endlich ein Ende.
Ich entschuldige mich für den Mangel an beautyverrückten Texten, die ihr gewohnt seid - als kleine Entschädigung ein Photo meiner Lieblingslacke, die ich jeden Tag an den Fingern trage:



7 comments:

  1. stress ist mies vor allem wenn einen keiner unterstützt. Aber sehr vernünftig, dich mal zu entspannen. Hoffentlich geht der stress auch bald wieder vorbei^^

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  2. Hey :)
    Ich kann das alles als Studentin ganz und gar nachvollziehen. Der Stress macht einen echt fertig. Bei den Symptomen, die du oben beschreibst, kann es sich aber nicht nur um Stress handeln. Ich hatte dasselbe, bis ich nach der Uni ins Krankenhaus musste, da ich nicht auf meinen Körper gehört habe. Lass dir doch mal ein großes Blutbild mit Schilddrüsenwerten machen, dann kannst du das ausschließen.
    Ich will dir aber keine Angst machen, ich hätte nur gerne gehabt, dass mir das auch jmd sagt ;)
    Ansonsten kann ich dir leider keinerlei Tipps geben - ich bekomme den ganzen Stress aus Privatleben und Uni auch kaum unter einen Hut und fühle mich dauer-ausgepowert. Die Zeit der "faulen Studenten" ist echt nicht mehr vorhanden!!!
    Ganz liebe Grüße!!
    PS: Du kannst mir auch gerne eine Email schreiben (mrs.meltingpot at yahoo.de)

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  3. Ach mensch..das macht mich richtig traurig grad was du hier berichtest! gerne würde ich dir ein paar tröstende, aufmunternde worte schreiben, aber was nur? das das alles nur eine Phase ist, dass das vorbei geht oder dass ich die alles gute wünsche. Irgendwie passt das nicht!
    Versuche dich daran zu erinner warum du studieren wolltest und warum gerade das? was hat dich bewegt? Versuch, dir kleine ziele zu stecken, eins nach dem anderen, welche die auch realisierbar sind. Um so mehr kannst du dich dann freuen was geschafft zu haben. lass dich nicht unter druck setzten und setz dich selber vorallem nicht so sehr unter druck dass du daran zerbrichst. Das ist keine Uni/Arbeit/ect wert. Nimm dir zeit für dich, auch wenn es nur 5 Minuten sind in denen du den vögeln lauschst und praline isst um Kraft zu schöpfen. Erwarte nicht die große Freitzeit oder erleichterung aber genieße sie wenn sie da ist. Mach einfach Pausen, hab mut zur Lücke. Bei dem Problem mit deiner Mutter..hat sie es denn früher besser gemacht? Leistet sie was du leisten musst? Lass sie die erwartungen doch haben. Aber richte dich nicht danach. Sei du selbst und achte auf dich.
    Hach Liebes..Viel Kraft und Zuversicht sende ich dir =)
    Lea

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  4. Du arme :( Ich durchlebe momentan auch ähnliches. Zwar habe ich keine sonderlichen Gefühlsausbrüche, aber es macht mich momentan einfach fertig, für die Uni lernen zu müssen und arbeiten zu müssen, weil es ohne einfach nicht geht. Aber es geht auch nicht ohne Auszeiten, ohne Zeit, wo man einfach mal etwas anderes machen kann. Das habe ich in den letzten Wochen realisiert, weiß aber noch nicht, wie ich das in die Tat umsetzen soll. Einen richtigen Hilfeschrei hat meinen Körper getätigt, als ich Dienstag einfach umgekippt bin. Zwar hatte ich nun zwei Tage komplett meine Ruhe und war krankgeschrieben zu Hause, aber das bringt es irgendwie auch nicht :/
    Ich fühle jedenfalls mit dir und kann mir nur zu gut vorstellen, was da gerade in dir vorgeht.
    Liebste Grüße,
    Isa

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  5. Das was du von der Uni berichtest, kenne ich auch gut. Auch, dass man irgendwann so überfordert ist, dass man gar nicht mehr weiß, was man wann machen soll, und einfach nur noch heulen will. Ich habe irgendwann angefangen, laufen zu gehen um den Kopf frei zu kriegen. Musik ganz laut und dem Stress davonlaufen. Auch wenn ich dadurch eine Stunde "wertvolle Lernzeit" verloren habe, war ich nach spätestens 10 Minuten draußen zumindest soweit, dass ich das alles mit ein bisschen Abstand sehen konnte, und war danach wieder motivierter und hatte ein paar mehr "Du schaffst das!" Gedanken. Vielleicht wär das ja auch was für dich?! Aus eigener Erfahrung hilft Sport wirklich gut, um den Kopf mal wieder freizukriegen.
    Und ansonsten: Kopf hoch! Du hast viele Leute, die das nachfühlen. Du hast tolle Freunde, einen netten Freund - Studium wird vorbeigehen! Denk an den Urlaub auf den du sparst. Alles wird gut! :)

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  6. Das Problem mit der Uni kenne ich auch einmal persönlich und da ich Pädagogik und Pyschologie studiere kenne ich auch die Wissenschaftliche Seite. .Ich kann dir nur raten lass es langsam angehen den sonst macht man sich wirklich kaputt.Klar heute ist es durch die straffen Bachlor/Master Studiengänge nicht mehr so leicht sich Lücken einzubauen aber wenn es nicht mehr geht dann geht es nicht und dann muss es einfach ein Semester mehr sein.
    Kann dir raten auch mal zu Studentenberatung zu gehen, die helfen einen meist sehr gut.
    Und das Porblem mit deiner Mutter belastet natürlich auch nochmal.Hast du mit ihr mal darüber ganz offen geredet, wie du dich fühlst und was du von ihr erwartest?Manchmal hilft es.
    Wünsch dir viel Kraft das du die Zeit gut überstehst.

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  7. I'm so sorry, darling! It will get better, I promise.

    xx Amber
    http://amberleetea.blogspot.com

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